Das Wirken der TBV 

Stammtisch am 05.04.2016

Stammtisch am 05.04.2016

Dieser Stammtisch war ein sehr kurzweiliger, bei dem viel gelacht wurde und die Zeit verrann, ohne dass wir das bemerkten, so dass mancher zu spät zu dem Championleague-Spiel unserer meist geliebten und meist gehassten Bayern kam. Das lag an unserem Gast, dem Vorstand der TBV, der technischen Betriebe Velberts, einem jungen dynamischen Volljuristen, der ganz locker lässig über die trockene Materie der Abfallentsorgung und Kanalreinigung parlierte und manchmal nicht weiter sprechen konnte, weil er so lachen musste. 

Dabei waren manche seiner Informationen von so großem Interesse, dass sie Ihnen nicht vorenthalten werden sollen. 

Die technischen Betriebe wurden 1998 gegründet aus dem Tiefbauamt der Stadt. Sie sind eine  Anstalt öffentlichen Rechts (Sie merken, hier schreibt eine Juristin, die aber verspricht, Sie nicht weiter mit derartig trockenem "Gedöns" zu langweilen). 280 Mitarbeiter sind dort tätig in den Bereichen der Müllabfuhr, der Straßenreinigung, im Rahmen von Kanalarbeiten, Gärtner, im Forst. Damit sind auch bereits die Tätigkeitsfelder der TBV umrissen. 

Im Bereich der Müllabfuhr werden 46000 Haushalte von 33 Mitarbeitern umsorgt. Hierfür haben die TBV 4 Fahrzeuge, ein Sperrmüllfahrzeug und eines für Papier. Dieser Fuhrpark ist ein kleines Vermögen wert, liegen die Fahrzeugkosten doch pro Fahrzeug bei ca 230000€.  Der eingesammelte Müll wird in Velbert umgeladen. Ein Privatunternehmen fährt ihn weiter nach Wuppertal, wo er verbrannt oder weiterverarbeitet wird. Die TBV räumen aber nicht nur unseren Müll weg, sie investieren auch in die Müllvermeidung und auch der Dreck-weg- oder jetzt Umwelttag wird von den TBV befeuert. Die beste Telefonnummer in Müllangelegenheiten kennen  Sie sicherlich: 262626.

In Velbert müssen 420 km Straßen gekehrt werden.  Velbert hat hierfür mehrere Kehrmaschinen, ebenfalls jede für über 200000€. 700 Abfallkörbe befinden sich auf städtischem Gelände, zuzüglich weiterer 100 auf Spielplätzen.

Mehrere Schneeräumfahrzeuge gehören natürlich auch zum Fuhrpark, im Notfall, ach nein Schneefall, stehen bis zu 90 Mitarbeiter mit dem Schneeschieber in der Hand (bildlich gesprochen) parat, so auch die städtischen Gärtner, die dann mal statt Erde Schnee auf ihren Schaufeln haben.

Die Diven des Fuhrparks der TBV sind die Spülfahrzeuge, mit denen die Kanäle gespült werden können.  Diese kosten jeweils 500000€ und dürfen nicht zu kalt stehen. Dabei haben sie bis zu 325 km Kanäle zu pflegen.  

Auch die Wartung der 123 Spiel- und Bolzplätze im Stadtgebiet unterliegt den TBV. 

Diese bewirtschaften auch ca 700 HA städtischen Wald mit allem, was dazu gehört. 

Das gilt auch für die 5 kommunalen Friedhöfe in Velbert, wobei wir den höchstgelegeneen aufweisen können. Ja, es stimmt,........... da müssen die TBV ganz bald mal ran.......

Die Bereiche der Vermessung und der internen Dienste der TBV erspare ich Ihnen.

Das Anlagevermögen der TBV beträgt 400 Mio € und ihr Umsatz 50 Mio €, eine recht gewichtige Anstalt mit einem recht schlanken Vorstand. 

Das Bild machte Hans-Jörg Haase-

Natürlich kamen wir dann auch noch zu uns, und wo sind die TBV bei uns im Moment am aktivsten? Na klar, in der Sambeck!

Diese Baumaßnahme wird zusammen mit dem Bergisch-Rheinischem Wasserverband durchgeführt.  Der ist mit zuständig, weil er sich um Fließgewässer kümmert. Der Bach in dem Beerich ist wieder offen gelegt worden.  Das Loch, das wir alle für einen neuen hübschen Teich halten, ist ein Überlaufbecken, ein Sammelbecken für Regenwasser, Regenrückhaltebecken, das nötig sein soll für Fälle heftigen Regens. Die Notwendigkeit wurde aus unserem Kreis angezweifelt, die Zukunft wird zeigen, ob die Ingenieure oder die schon lange hier lebenden Langenberger Recht behalten. Ein Teich wäre doch viel schöner..... Der Bach wird um das Loch herum fließen. Das Loch kostet bereits 1,5 Mio€ allein, jetzt nicht darüber nachdenken, warum ein Nichts kostet..., 2,8 Mio € die gesamte Baumaßnahme, finanziert mit 80 % Landesförderung. Der Rest stammt vom Wasserverband und aus Velbert. Das RRB soll nötig sein, so Berechnungen der Ingenieure. 

Eine spätere Nutzung des bestehenden Fabrikgebäudes nach Beendigung der Baumaßnahmen erscheint durchaus möglich. Eine Wohnbebauung ist nicht vorgesehen, ggf allenfalls eine Mischbebauung mit einigen wenigen Wohnungen. Das Gebäude wurde bei einer Besichtigung als durchaus denkmalschutzwürdig angesehen.  Es ist noch nicht entscheiden, wie weit der Denkmalschutz greifen wird.  Hier müssen die Standpunkte von Stadt und Land(Denkmalschutz) erst noch gefunden und abgeglichen werden, so zum Beispiel bzgl des ehemals angebauten und als Schafstall genutzten Gebäudeteils sowie bezüglich der Innenräume. 

Ein weiteres Thema war die alte Reitbahn.  Der Spielplatz soll parkähnlich umgestaltet werden, hierfür sind 150000€ bereitgestellt worden für die Sanierung. Diese Maßnahme soll Ende 2016 fertig werden. 

Die TBV bauen auch die Radwegverbindung nach Kupferdreh, wobei eine wirkliche schöne durchgehende Radwegverbindung von Langenberg Zentrum nach Kupferdreh auch eine Frage der Kosten ist, und daher nicht in ganz naher Zukunft Realität werden kann, weshalb das Rad der Verfasserin auch weiterhin mit "Plattfuß" im Keller bleiben kann.....


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